Infos über Notfälle
Sie haben eine Tierquälerei beobachtet?
Versuchen Sie auf jeden Fall, Ruhe zu bewahren.
* Sichern Sie Beweise.
* Bitten Sie Zeugen um eine eidesstattliche Versicherung.
* Wenn immer möglich, machen Sie Fotos.
* Notieren Sie sich Autonummern und Anschriften.
.
In
einem eindeutigen Fall von Tierquälerei haben Sie die
Möglichkeit, Strafanzeige bei der Polizei oder bei der
Staatsanwaltschaft zu stellen. Das ist für Sie nicht mit Kosten
verbunden und hilft, Tierquäler dingfest zu machen.
Sie sind sich nicht sicher?
Wenden
Sie sich an das zuständige Veterinäramt, der Amtstierarzt ist
für Tierschutzprobleme zuständig. Oder nehmen Sie Kontakt mit
dem örtlichen Tierschutzverein auf, der Mitglied im Deutschen
Tierschutzbund ist. Dort hilft man gerne weiter.
Sie haben ein Tier gefunden?
Melden
Sie den Fund bitte bei der Polizei und wenden Sie sich an den
Tierschutzverein in Ihrer Nähe. Dort nimmt man das Tier gerne auf
oder fängt es ein, wenn es sich versteckt oder vor Ihnen
wegläuft.
Wenn das Tier durch Mikro-Chip oder Tätowierung
unverwechselbar gekennzeichnet ist, setzen Sie sich bitte mit dem
Deutschen Haustierregister in Verbindung. Dort wird geprüft,
ob das Tier als vermisst gemeldet ist. Das ist der schnellste Weg, um
den Besitzer zu ermitteln.
Tiere in freier Natur
Sie
brauchen nur in seltenen Ausnahmefällen menschliche Hilfe. Das
gilt insbesondere für Vögel im strengen Winter oder für
unterentwickelte Jungigel.
Erste Hilfe bei Unfällen
Immer
wieder kommt es vor, dass ein Tier, offensichtlich sich selbst
überlassen, am Straßenrand umherirrt. Viele Tiere
verunglücken im Straßenverkehr. Während kleine
Wildtiere (z.B. Igel, Kröten) meist tot aufgefunden werden, liegen
größere Tiere (Katzen, Rehe, Füchse) nicht selten
verletzt am Straßenrand.
Was ist zu tun?
Als
Fahrzeugführer ist es meine ethische und gesetzliche
Verpflichtung, mich um ein angefahrenes Tier zu kümmern. Das
fordert auch das Tierschutzgesetz. Ein häufiges Motiv, einem Tier
nicht zu helfen, ist die eigene Hilflosigkeit. Der Fahrzeugführer,
der ein Tier findet oder selbst ein Tier angefahren hat, weiß
nicht, was er tun soll.Ein Haustier wurde angefahren
Generell gilt: Ruhe bewahren! Panik hilft dem Tier jetzt nicht. Folgendermaßen sollten Sie vorgehen:
* Unfallstelle absichern, damit kein anderes Fahrzeug in die Unfallstelle hineinfährt.
* Eine Decke ausbreiten.
* Das Tier vorsichtig auf die Decke legen.
* Ist das Tier bei Bewusstsein: Mit einer Hand das
Tier an der Nackenhaut festhalten; die andere Hand unter das Tier
legen. Mit dem Nackengriff verhindert man Abwehrreaktionen des Tieres.
* Ist das Tier ohne Bewusstsein: Beide Hände
unter das Tier legen; Kopf stützen vorsichtig auf die Decke legen;
Zunge herauslagern, Herzmassage (durch mehrmaligen kurzen Druck auf den
Brustkorb).
* Anruf bei der Polizei: Die Polizei soll sofort die
Adresse des nächsten diensthabenden Tierarztes oder eienr
Tierklinik heraussuchen.
Tierkliniken müssen sicherstellen,
dass sie 24 Stunden am Tag erreichbar sind (ist dies nicht der Fall,
dürfen sie sich nicht Tierklinik nennen).
* Rufen Sie / oder die Polizei sofort bei dem
Tierarzt / der Tierklinik an. Bringen Sie / oder evtl. die Polizei das
Tier dort vorbei. Die berufliche Ethik verpflichtet den Tierarzt,
lebenserhaltende Maßnahmen einzuleiten.
Ein Wildtier wurde angefahren
Auch
ein Wildtier, etwa ein Fuchs, oder ein Reh, das angefahren wurde,
darf auf keinen Fall unversorgt am Straßenrand
zurückgelassen werden. Wildtiere sind in den allermeisten
Fällen allerdings so schwer verletzt, dass sie an ihren
Verletzungen sterben oder getötet werden müssen.
Es besteht die gesetzliche Verpflichtung, bei einem Wildschaden noch
vor Ort die Polizei zu informieren. Aber auch eine Person, die den
Unfall nicht selbst verursacht hat, sollte nicht wegschauen, sondern
handeln.
Die wichtigsten Schritte:
* Ruhe bewahren! Panik hilft dem Tier nicht.
* Unfallstelle absichern, damit kein anderes
Fahrzeug in die Unfallstelle hineinfährt (Warndreieck,
Warnblinker, Warnweste)
* Anruf bei der Polizei oder Feuerwehr:
Angaben zur Unfallstelle. Wichtig: Verlassen Sie die Unfallstelle nicht
bis die Rettungskräfte oder der Jagdausübungsberechtigte
tatsächlich eingetroffen sind und teilen Sie dies den
Rettungskräften bei Ihrem ersten Anruf gleich mit. Damit
schließen Sie aus, dass das Tier womöglich stundenlang an
der Unfallstelle liegen bleibt. Sollte auch nach einer halben Stunde
noch Niemand am Unfallort eingetroffen sein, rufen Sie erneut bei den
Rettungskräften an. Stellen Sie sicher, dass wirklich jemand in
angemessener Zeit an der Unfallstelle eintrifft.
* Bei verletzten Füchsen oder Rehen: Halten Sie
Abstand zu den Tieren, bis professionelle Hilfe eintrifft. Verletzte
Füchse oder Rehe können sehr wehrhaft und unberechenbar sein
und den Finder ggf. gefährden.
Quelle: www.tierschutzbund.de